Mall Branding #2: Positionierung – Wofür stehen wir wirklich?
- Marcel Stoffel
- 30. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Nachdem im ersten Beitrag der Blick auf die Identität als inneren Kern eines Shopping Places gerichtet wurde, folgt nun der nächste entscheidende Schritt im Mall Branding Modell: die Positionierung.
Denn Identität beantwortet die Frage, wer ein Ort ist. Positionierung klärt, welche Rolle dieser Ort im Markt einnimmt.
Positionierung schafft Relevanz
In einem Umfeld mit hoher Angebotsdichte und zunehmender Austauschbarkeit reicht es nicht aus, „gut“ zu sein. Ein Shopping Place muss klar verortet sein – funktional wie emotional.
Positionierung bedeutet:
ein klares Nutzenversprechen
eine verständliche Rolle für Besucher:innen
eine erkennbare Haltung gegenüber Wettbewerb und Region
Relevanz entsteht dann, wenn Menschen intuitiv verstehen, warum genau dieser Ort für sie Bedeutung hat.
Funktional UND emotional
Eine starke Positionierung verbindet zwei Ebenen:
funktional: Angebot, Convenience, Services, Erreichbarkeit
emotional: Atmosphäre, Zugehörigkeit, Inspiration, Erlebnis
Erfolgreiche Shopping Places schaffen es, beide Ebenen konsistent zusammenzuführen. Sie sind nicht „alles für alle“, sondern bewusst fokussiert.
Warum Positionierung entscheidet
Aus der Praxis zeigt sich immer wieder: Standorte ohne klare Positionierung verlieren Profil. Sie reagieren auf Marktbewegungen, statt selbst Orientierung zu geben.
Eine klare Positionierung hingegen:
macht Entscheidungen einfacher
schärft den Angebots- und Nutzungsmix
stärkt Wiedererkennung und Bindung
und bildet die Grundlage für nachhaltige Markenführung
Positionierung ist damit kein Kommunikationsclaim, sondern ein strategischer Filter für alle weiteren Schritte.
Im nächsten Beitrag dieser Reihe geht es um die Brand Drivers – jene Faktoren, die die Positionierung im Alltag erlebbar machen.
Mall Branding bedeutet nicht, lauter zu sein als andere. Es bedeutet, klarer zu sein.
© Marcel Stoffel 2025, www.stoffel.zuerich



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